Kategorie: Work

U-Boot Submarine 8

AKTUELLE INFO. Wir spielen trotzdem. WIR streamen LIVE!
Wer es verpasst hat: Das Theater Chur zeigt unsere Theater-Mockumentary SUBMARIE 8-CHRONIK EINER GEHEIMEN MISSION kommende Woche am 18. und am 20. im Stream! Tickets ab 5.-: https://www.theaterchur.ch/programm/submarie-8… Taucht ein!

Frei nach einer Idee von Myriam Prongué.
Natürlich ist es eine utopische Geschichte! Eine Politikerin höchsten Ranges, die Schweizer Bundesrätin Ruth Schaffer, ist nach jahrelangen Kompromissen und ermüdet von der Konkordanz fest entschlossen, den Artikel 8 der Bundesverfassung konsequent durchzusetzen, der da lautet: «Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.» Dem entgegen bietet die Schweiz – wie man weiss – auch heute noch Menschen Zuflucht, um deren Vergehen nachzulesen, jede*r nur ein paar Clicks bedarf. Heimlich stellt Schaffer also eine Taskforce von vier Spezialistinnen zusammen und stationiert sie in einem U-Boot, der «Submarie», im Genfersee. Dort stehen am Ufer die Villen der einflussreichen Verbrecher*innen, die nun mit äusserst unorthodoxen Methoden ins Visier genommen und zur Rechenschaft gezogen werden.

Von und mit
Konzept: Meret Matter, Grazia Pergoletti 
Regie/Co-Autor*innen: Meret Matter / Meret Matter, Grazia Pergoletti, Gabriel Vetter
Musik: Julien Israelian, Meret Matter
Spiel: Grazia Pergoletti, Vivien Bullert, Rula Badeen, Rahel Jankowski
Technik und Licht / Videos: Demian Jakob / Kai Wido Meyer
Szenografie, Kostüme: Jérôme Stünzi, Judith Steinmann
Film: Catriona Guggenbühl, Philippe Nauer, Ntando Cele, Mathis Künzler, Ferhat Keskin, Anne Welenc, Dominik Gysin, Pilu Lydlow, Luka Dimic, Marie Popall, Maria Nanda
Produktionsleitung: Roland Amrein

Koproduziert mit

Schlachthaus Theater Bern

Unterstützt von
Kultur Stadt Bern, Swisslos/Kultur Kanton Bern, Burgergemeinde Bern, Migros Kulturprozent, SIS Schweizer Interpretenstiftung

PUSSY’N’PIMMEL RELOADED

DIE SEXAUFKLÄRUNGSSHOW FÜR TEENS’N’OLDIES VON KOLYPAN

Das Kultschauspiel ist zurück!

Dr. Ruth führt uns anschaulich und erfrischend unverblümt durch die Vorgänge der Pubertät, Dr. Dorian thematisiert Ejakulationsprobleme und stellt intime Fragen, während Dr. Helga nicht nur über den Eisprung Bescheid weiss, sondern auch über den  Ursprung der Geschlechter und Dr. Eduardo eintaucht in die vielfältigen Formen der sexuellen Lust, des Liebens und Verliebtseins.

Ebenso erzählen vier Jugendliche von ihren ersten Erfahrungen in der Liebe, berichten über gebrochene Herzen und der Angst vor dem Versagen. Genau da rocken die «Sexdoctors» die Bühne, klären Teens auf und auch manche Oldies nach…

Sex rules, auf alle möglichen Arten, also machen wir uns kein Gewissen daraus! Zentral bei «Pussy’n’Pimmel reloaded» bleiben dabei grosse Gefühle, Leidenschaft und die (erste) Liebe!

Von und mit Vivien Bullert, Fabienne Hadorn, Thomas U. Hostettler, Gustavo Nanez, Barbara Terpoorten, Sara Giancane, Ueli Kappeler, Kati Rickenbach, Angela Sanders

Koproduktion Fabriktheater Rote Fabrik Zürich Gefördert durch Stadt Zürich Kultur, Fachstelle Kultur Kanton Zürich

Ab 12 Jahren

Fabriktheater
Dauer 75 Minuten

Premiere Sa 21 Nov 2020 °19h

Schulvorstellungen am 23/24/24 Nov 2020 °10h

Mi 25 Nov 2020 °19h

Reservationen unter fabriktheater@rotefabrik.ch

Converting Eviction (2020)

Johannesburg, Zürich 2020 – Einem Lokalfernsehsender widerfährt drastisches: Noch an der Feier zu einem grossen Scoop breitet sich ein unheimliches Phänomen aus. Erst legt ein Feuer die Einrichtung in Schutt und Asche. Dann fressen sich weisse Flecken ins Archivmaterial. Teile der Gesellschaft beginnen, an einer selektiven Sehunschärfe zu leiden…
«Converting Eviction» entsteht zwischen den Gruppen Ntsoana Contemporary Dance Theatre, Johannesburg / Sello Pesa und KMUProduktionen, Zürich / Tim Zulauf. Das Projekt befasst sich mit globalen und schweizerischen Verstrickungen in die südafrikanische Apartheidzeit, deren heutigen Folgen und den Kämpfen um Wiedergutmachung und Entschuldung. Erfunden wird eine kaleidoskopartige Aufführungsform, die Stücktexte, Performances, Musik und Zeitdokumente in Beziehung setzt. Projektrecherchen und Videomaterialien

Stimmen
«Und an der Premiere in der Zürcher Gessnerallee kocht das Zelt, wir alle tanzen mit. Dann wieder werden Interviewvideos an die Zeltwand geworfen, Experten zur Schweizer Komplizenschaft mit dem Apartheid-System kommen zu Wort. Die schwierige Suche nach Beweisen wiederum stellen die Performer in spannungsgeladenen Krimi-Noir-Sequenzen nach. So wird die «Eviction» in ein pulsierendes Theaterevent umgewandelt, konvertiert in ein berührendes Gemeinschaftserlebnis, eine temporäre Beheimatung aller. Das Zelt wird zur Agora, zum Treffpunkt Gleichberechtigter.» Tages-Anzeiger, 16.01.2020
Interview Sello Pesa, Tim Zulauf, von Alexandra Kedves, in Tages-Anzeiger, 16.01.2020
Produktion: KMUProduktionen, Verein, Zürich und Ntsoana Contemporary Dance Theatre | Koproduktion: Gessnerallee Zürich, Kaserne Basel, Dampfzentrale Bern mit Schlachthaus Theater Bern, The Centre for the Less Good Idea | Unterstützt durch Stadt Zürich Kultur, Kanton Zürich Fachstelle Kultur, Fachausschuss Tanz & Theater BS/BL, Pro Helvetia Schweizer Kulturstiftung, Südkulturfonds, Ernst Göhner Stiftung, Schweizerische Interpretenstiftung SIS, Migros-Kulturprozent, Burgergemeinde Bern, PRO TENT AG Switzerland

Dauer: 80 Minuten | Sprachen: Englisch sowie Sesotho, isiZulu, isiXhosa und Deutsch

Konzept, Regie: Sello Pesa und Tim Zulauf mit MoMo Matsunyane | Text: Tim Zulauf mit Beiträgen von Zamo Mkhwanazi, Sandiso Ngubane, MoMo Matsunyane, Sello Pesa und Tracy September | Spiel, Performance: Vivien Bullert, Humphrey Maleka, MoMo Matsunyane, Sello Pesa, Christoph Rath, Tim Zulauf | Musik, Songs, Performance: Sandiso Ngubane aka MX Blouse, Tracy September | Interviews: Tim Zulauf mit Zamo Mkhwanazi | Dramaturgie: Andreas Storm | Licht: Michael Omlin, Marek Lamprecht | Ton: Susanne Affolter | Technische Beratung: Alexander Tuchaček | Recherchepartner*innen: Hennie van Vuuren und Open Secrets, Cape Town, KEESA – Kampagne für Entschuldung und Entschädigung im südlichen Afrika, Basel, Khulumani Support Group, Johannesburg | Produktionsleitung: Alexandra Le Maitre, Lukas Piccolin

Schweiz 2020: DI 14.01. 20 Uhr, DO 16.01. 20 Uhr, FR 17.01. 20 Uhr, SO 19.01. 18 Uhr, DI 21.01. 20 Uhr, MI 22.01. 20 Uhr – Gessnerallee Zürich; DO 23.01. und FR 24.01. jeweils 19 Uhr – Kaserne Basel; SA 08.02. 20 Uhr und SO 09.02. 20 Uhr – Dampfzentrale Bern

Entgeisterung (2018)

Das Projekt «Entgeisterung» baut eine experimentelle Anlage auf: An jedem der fünf Aufführungsabende wird ein Skript verfilmt, um Audio- und Video-Material für einen Kunst-Film zu sammeln. Aus den Dreharbeiten sieht das Publikum dabei einen Rohschnitt: Auf der Leinwand lässt sich in Echtzeit verfolgen, wie sich die von den Schauspieler*innen Vivien Bullert, Agnes Lampkin und Christoph Rath gespielten Szenen den virtuellen Welten des Künstlers Yves Netzhammer annähern – und umgekehrt. Der Musiker Nicolas Buzzi interpretiert dazu live auf einem modularen Synthesizer-System, und erzeugt den akustischen Boden für die Endmontage des Films.  Produktion und Fiktion, Herstellung und Erzählung vermischen sich. Untersucht wird, inwiefern der Fetisch «Film» mit seinem untoten Lichter-Leben die gesellschaftlichen Verhältnisse überblendet, die in ihm stecken.
Die Handlung von «Entgeisterung» folgt der Therapeutin Joan Rivière. Zusammen mit dem Raumpfleger Stefan Huld führt sie die Kunsthistorikerin Stefanie Imbach in eine Welt «handelnder» Dinge. Was als Begegnung mit biographischen Gegenständen und Szenen beginnt, gipfelt, unter Einsatz grotesker Wendungen, in einem Kampf um Umstände, an die gemeinsam «geglaubt» werden kann. Wer aber sind die Figuren wirklich? Und ergibt sich aus der Suche nach verbindlichen Verankerungen in der Welt und ihren Gegenständen ein neuer Materialismus, in dem Dinge und Menschen zu einer ökologischen Ökonomie finden?
Inhaltlich entwickelt sich «Entgeisterung» entlang der verschlungenen Begriffsgeschichte des «Fetischismus». In der frühen Ethnographie, in der Psychoanalyse und im Marxismus fusst der Ausdruck auf Unterstellungen und Überhöhungen: Immer wurde bei «Anderen» – seien es fremde Völker, geistig Erkrankte, Frauen, oder Kosument*innen – eine naive Abhängigkeit von magischen Objekten, Masken, Kleidern oder Waren angenommen. Wo und wie im Glauben an Dinge gemeinschaftliche Handlungen und soziale Kreativität stecken können, ging bei diesen Zuschreibungen vergessen. Rücksichtsvolle Fremdwahrnehmung war für die frühen portugiesischen Kolonisatoren, die West- und Mittelafrika ausbeuteten, und dabei den abschätzigen Begriff «feitiço» – das Gemachte, Gebastelte, Zaubermittel – in die Welt setzten, schon gar nicht von Interesse.

Dauer: 75 Minuten | Sprache: Deutsch

Aufführungen
Gessnerallee Zürich FR 30.11. 20 Uhr / SO 02.12. 18h / DI 04.12. 20 Uhr / DO 06.12. 20 Uhr / SO 09.12.16 Uhr (Zusatzvorstellung) und 18 Uhr

Schauspiel: Vivien Bullert, Agnes Lampkin, Christoph Rath | Text, Regie: Tim Zulauf | Bildwelten: Yves Netzhammer | Videoregie, Schnitt: Noemi Sugaya | Kamera: Dominique Margot, Susanne Hofer | Musik, Sounddesign: Nicolas Buzzi | Kostüm: Zuzana Ponicanova | Licht: Michael Omlin | Dramaturgie: Andreas Storm | Assistenz Text, Video, Cues: Sarah E. Müller | Maske: Dorothea Stich | Beratung Greenscreen: Martin Schaffner | Bau Greenscreen: Kurt Brun, Christian Eberhard, Jason Klimatsas, Tanja Roscic | Administration: Lena Critelli | Produktionsleitung: Lukas Piccolin | Mit herzlichem Dank an das Team der Gessnerallee

Pressestimmen
«Wir haben, sorry, nichts davon kapiert. Dafür aber zauberhaftes Theater gesehen.» Tages-Anzeiger, 04.12.2018
« … – experimentell, geistreich, heiter.» Züritipp, 06.12.2018

Eine Produktion von KMUProduktionen (Verein, Zürich), in Koproduktion mit Gessnerallee Zürich | Mit freundlicher Unterstützung von Stadt Zürich Kultur und der Ernst Göhner Stiftung

Videostills: Dominique Margot, Susanne Hofer | Renderings: Yves Netzhammer | Fotos: Nik Spoerri

Der Bestatter – Blutsbande (2018)

37. Blutsbande

Staffel 7, Folge 3

Im Aarauer Gerechtigkeitsbrunnen liegt die Leiche des Obdachlosen Jürg. Man hat ihn unter Wasser gedrückt, bis er erstickte. Anna-Maria und Doerig ermitteln an den sozialen Rändern der Stadt Aarau und stossen dort auf eine Mauer des Schweigens. Das Pärchen Gigi und Paddy gerät dabei in den Fokus der Polizei. Anscheinend hatte der Tote Gigi angebaggert und damit Paddy in Rage versetzt. Als ein wertvoller Ring ins Spiel kommt, erweitert sich der Kreis der Verdächtigen um den stadtbekannten Clochard Rolf. Weiss dieser mehr über Jürgs Vergangenheit? Doerig beisst sich die Zähne an dem «Philosophen» aus, erst Luc gelingt es, Rolf zu «knacken». Geheimnisvolle Wassserpflanzen, ein lange zurück liegender Überfall und ein menschliches Spiegelbild führen schliesslich zur Lösung des Falles.

Fabio und Erika haben neue Räumlichkeiten für das Institut gefunden. Dort sieht es aber aus wie auf einer Müllhalde. Weil Luc wegen Ermittlungen wieder mal durch Abwesenheit glänzt, fällt alles auf Erika und Fabio zurück. Eine fast unlösbare Aufgabe. Denn neben den Aufräum- und Renovationsarbeiten müssen Angehörige betreut und Tote beerdigt werden. Schaffen Erika und Fabio diesen schwierigen Spagat?

Vanessa ist bis über beide Ohren in Max, den Barkeeper vom Black Owl, verliebt – Papa Doerig betrachtet die Sache mit Argwohn. Was Vater und Tochter nicht wissen: Max steckt hinter dem Doppelmord an Van Morsel und Caviezel – gemeinsam mit seiner Schwester Lara. Obwohl die Polizei mit einem Phantombild nach der geheimnisvollen Computerspezialistin sucht, plant das Geschwisterpaar weitere Mordanschläge. Dank Laras Hackerkünsten im Sozialamt tappt die Kapo weiterhin im Dunkeln. Doch Lucs untrüglicher Instinkt führt ihn zurück ins Black Owl und dort direkt auf die Spur von Lara. Kann er den Serientätern das Handwerk legen, bevor es weitere Opfer gibt? (Text: SRF)

Original-Erstausstrahlung: Di 22.01.2019 SRF 1

Regie: Chris Niemeyer

Maison de Trolls (2017)

Willkommen im Trollhaus! Aber Achtung: Das virtuelle Gebäude ist voller Fallen, glitches, und in sich weit verzweigt. Es geht um das Geflecht von Fragen, das sich zwischen virtuellen und realen Welten, Mikro- und Makropolitiken und zwischen den Kontinenten auftut. Oder anders gesagt: Es geht um Gemeinschaftsbildung im Zeitalter digitaler Kommunikation. Vier Internetaktivist*innen, Unternehmer*innen und Kulturschaffende rufen mit einem internkontinentalen Kongress auf zur Selbstermächtigung im digitalen Raum. Schliesslich ist einer von ihnen durch Bot Angriffe auf seinen häuslichen Maschinenpark fast ums Leben gekommen. Darüber hinaus erschweren kommerziell kontrollierte Strukturen die zukunftweisenden Aktivitäten im Netz – gerade wo es um das Machtgefälle zwischen Nord und Süd geht. Wie lassen sich neben Troll-Attacken, undurchsichtigen Mittelsmännern und Zensurmassnahmen neue Sprechweisen und Besitzverhältnisse entwickeln? Welche Formen des Widerstands sind heute denkbar zwischen digitaler Organisation und realräumlichem Protest? Die theatrale Installation ist als Denkraum angelegt, in dem das Publikum in den vergemeinschaftlichten, transnationalen Umgang mit digitalen Möglichkeiten einbezogen ist. Bis ruchbar wird, dass ein übergreifendes Bewusstsein den Kongress mitgestaltet …  
    Die dokumentarische Klammer zum Pro­jekt lieferten zwei Workshops zur Geschichte des Internetaktivismus. Durchgeführt haben sie KMUProduktionen mit Cyberaktivist*innen, Blog­ger*innen und Medienkünstler*innen aus dem deutschsprachigen Raum und aus Tunesien – auch im Rückblick auf die arabische «Facebook­ Revolution». In der künstlerischen Umsetzung entwickeln die vier Darsteller*innen – Riad Hamdi und Najoua Zouhaïr aus Tunis und Vivien Bullert und Christoph Rath aus Zürich – zusammen mit dem tunesischen Musiker Jihed Khmiri in offenen, rund 70­minütigen Variationen einen sich ständig verändernden Kosmos, in dem die brennendenFragen des Cyberzeitalters erlebbar werden: Wer kann wem vertrauen? Wer kontrolliert wen und womit?Und welche neuen Gemeinschaften entstehen aus den Verflechtungen von Virtu­alität und Realität?

Dauer: 70 Minuten, in drei Loops | Sprachen: Tunesisch, Französisch, Deutsch

Besetzung
Schauspiel: Vivien Bullert, Riadh Hamdi, Christoph Rath, Najoua Zouhaïr | Musik & Perkussion: Jihed Khmiri | Text & Projekt: Tim Zulauf – mit Azyz Amami, Lina Ben Mhenni, Cahine Gharbi, Haythem El Mekki, Jessica Huber, Wala Kasmi, Shusha Niederberger, Cornelia Sollfrank, Alexander Tuchaček, Christoph Wachter & Mathias Jud und Cecily Walti | Dramaturgie: Andreas Storm | Bühne, Kostüm: Monika Schori | Licht: Michael Omlin | Sound: Susanne Affolter | Œil extérieur: Alexander Tuchacek, Shusha Niederberger | Produktionsleitung: Katharina Balzer | Assistenz: Sarah E. Müller | Fotos: Nik Spoerri

Aufführungen
Zürcher Theater Spektakel, 19. bis 23. August 2017 | Biennale Dream City Tunis, 4. bis 8. Oktober 2017

Stimmen
«Darüber hinaus sind wir an diesem Ort (Dar Lassram) Zeuge einer sehr zeitgenössischen Form der Inszenierung, angesiedelt zwischen einer Installation und einem sehr analytischen Ansatz, der es sich ‹erlaubt›, spezifische Themen von Kongressen, Debatten oder andere Formen professioneller Treffen zu dramatisieren. […] Tim Zulauf gelingt es mit diesem Ansatz, das Bewusstsein des Publikums durch die Kraft der Umstände zu schärfen, indem er einen ungewöhnlich ultra-realistischen Ansatz ins Theater zurückbringt.» La Presse, Tunis, Asma Drissi
«… die Intensität eines gegenwartsbewussten und zukunftsweltlichen Denkens …» Tages-Anzeiger, Christoph Scheider
«Es geht in ‹Trollhaus› um Sprache und Technologie, um Kommunikation und Protokolle. Es geht dann um die Sache des Theaters selber und seine Herstellung: Wie schafft es sich seinen Raum? Und nicht zuletzt: Es geht um uns. Es ist also eine Zumutung im besten Sinn.» Der Landbote, Stefan Busz

Pflege und Verpflegung (2015)

Pflege-und Verpflegung

Eine Patientin stirbt in der Altenpflege. Ihr Vermögen erbt die osteuropäische Pflegerin. Die Familie der Toten klagt: Sie unterstellt der Migrantin Betrug und Rache für die Arbeitsbedingungen. Parallel ermitteln ein universitäres Forschungsprojekt und ein Versicherungsteam den Fall. Gemeinsam erzeugen sie einen Strudel aus Familientragödie und Managementtechniken, Tabus und moralischen Ansprüchen. 
Während die postindustriellen Gesellschaften überaltern, geht ihnen nicht nur das Rentengeld aus. Als skandalisierbare Nachricht rollt am Horizont gleichzeitig die Alzheimerlavine heran. Pflegearbeit bleibt derweil statusniedrig und wird delegiert – an Frauen und «Schwellenländer», unter Zuschreibung naturwüchsiger Mütterlichkeit. 
«Pflege und Verpflegung – Caregiving Caretakers – À bout de soins» treibt den heutigen care-Notstand auf die Spitze, um Fürsorgearbeit euphorisch aus der Effizienzkontrolle zu befreien. Als zusätzliche Akteurin mischt sich dabei die Spur der englischen (wahlweise: französischen) Untertitel in das Geschehen ein. Denn: Wer wäre in dieser Problemlage noch souverän, wenn nicht die Sprache selbst, die sich über das in ihr abgewickelte Altern beugt? 

In deutscher Sprache, mit englischen oder französischen Untertiteln

Schauspiel: Vivien Bullert, Meret Hottinger, Christoph Rath, Elisabeth Rolli | Text, Regie: Tim Zulauf | Licht, Raum: Stefan Marti, Michael Omlin, Tim Zulauf | Ton: Susanne Affolter | Kostüm: Kollektiv | Dramaturgie: Andreas Storm | Oeil Extérieur, Fotos: Andrea Thal | Recherche: Iris Bischel, Sarah Schilliger | Übersetzung Untertitel Englisch: Subtext, Linda Cassens Stoian / Dòra Kapusta | Übersetzung Untertitel Franszösisch: Subtext, Cosima Weiter / Dòra Kapusta | Produktionsleitung: KMUProduktionen

Aufführungen
Festival Belluard Bollwerk International: 01. und 02. Juli 2014
Theaterhaus Gessnerallee Zürich: DO 16. April 2015, 20 Uhr (Premiere), weitere Vorstellungen am FR 17., SA 18., SO 19., MO 20., MO 27., DI 28., MI 29. April 2015, jeweils 20 Uhr, ausser SO 19. April: 18 Uhr. Tickets.
Kaserne Basel, FR 08. und SA 09. April 2016
Tojo Theater Bern, MI 05.10., DO 06.10. (im Anschluss Gespräch*), FR 07.10., SA 08.10., jeweils 20.30 bis 21.40 Uhr
* Produktionsgespräch am DO 06.10., im Anschluss an die Aufführung, mit Prof. Dr. Petra Metzenthin (Dozentin Master of Science in Pflege, Berner Fachhochschule), Dr. des. Sarah Schilliger (Soziologin Uni Basel, Dissertation «Pflege ohne Grenzen?») und Tim Zulauf (Autor, Regisseur)

Dauer: 75 Minuten

Eine Produktion von KMUProduktionen in Koproduktion mit Gessneralle Zürich und Belluard Bollwerk International, zustande gekommen dank eines Kulturförderbeitrags des Kantons Freiburg 
Mit freundlicher Unterstützung von Stadt Zürich Kultur, Kanton Zürich Fachstelle Kultur, Migros-Kulturprozent, Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia, Georges und Jenny Bloch-Stiftung, Oertli-Stiftung, Schweizerische Interpretenstiftung
Besten Dank an den Fachbereich Gesundheit der Berner Fachhochschule – Disziplin Pflege

Fotos: Andrea Thal

Puppe, Icke und der Dicke

Puppe, Icke und der Dicke

ZDF kleines Fernsehspiel Regie: Felix Stienz

In dem Roadmovie ist Bomber ein Berliner Kurierfahrer. Weil die Firma, für die er fährt, pleite ist, liefert er seine Ware nicht in Warschau ab, sondern fährt nach Paris, um sie dort auf eigene Rechnung zu verkaufen. Dabei wird er allerdings von seinen Abnehmern um die Bezahlung geprellt. Während er sich aus Frust darüber betrinkt, lernt er den stummen Bruno kennen, der nach Berlin möchte und sich Bomber als Mitfahrer aufdrängt. Auf einer Tankstelle treffen sie die blindeEurope, die nach einem One-Night-Stand schwanger ist und ebenfalls nach Berlin will um dort Matthias, den Kindsvater, zu finden. Nachdem sie an einer Raststätte ihren Reisebus verpasst hat, versucht sie per Anhalter weiter zu kommen. Bruno, der Europe aus Paris kennt, entscheidet, dass sie auch bei Bomber mitfährt.

Puppe, Icke & der Dicke – Szenenbild

In Berlin angekommen, trennen sich die Wege der drei. Europe findet tatsächlich Matthias, der allerdings keine Beziehung mit ihr eingehen will. Frustriert telefoniert sie mit einer Freundin, die ihr rät, nach Paris zurückzukehren und abzutreiben. Nachdem Europe nochmal Bomber trifft und mit ihm über ihre Situation spricht, entscheidet sie sich, in Berlin zu bleiben und das Kind zu bekommen.