Natürlich ist es eine utopische Geschichte: Eine geheime weibliche Taskforce soll milliardenschwere Verbrecher*innen ins Visier nehmen.
Eine Politikerin höchsten Ranges, die Schweizer Bundesrätin Ruth Schaffer, ist nach jahrelangen Kompromissen und ermüdet von der Konkordanz fest entschlossen, den Artikel 8 unserer Bundesverfassung ’Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich’ konsequent durchzusetzen. Dem entgegen bietet die Schweiz – wie man weiss – auch heute noch Menschen Zuflucht, um deren Vergehen nachzulesen, jede/r nur ein paar Clicks bedarf.
Heimlich stellt Schaffer also eine Truppe von vier Spezialistinnen zusammen und stationiert sie in einem U-Boot, der «Submarie 8», im Genfersee. Dort stehen am Ufer die Villen der einflussreichen Verbrecher*innen, die nun mit äusserst unorthodoxen Methoden ins Visier genommen und zur Rechenschaft gezogen werden.
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Credits von Submarie 8
- Text: Meret Matter, Grazia Pergoletti, Gabriel Vetter
- Mit: Vivien Bullert, Rahel Johanna Jankowski, Grazia Pergoletti, Catriona Guggenbühl, Rula Badeen
- Film: Ntando Cele, Luka Dimic, Dominik Gysin, Ferhat Keskin, Mathis Künzler, Pilu Lydlow, Philippe Nauer, Marie Popall, Anne Welenc
- Regie: Meret Matter
- Ausstattung Bühne/Kostüm
- Szenografie: Jérôme Stünzi, Kostüm: Judith Steinmann
- Musik: Shirley Hofmann, Julien Israelian
- Lichtdesign: Demian Jakob
- Fotos: Yoshiko Kusano(öffnet in neuem Tab)
- Video: Kai Wido Meyer
- Grafik: Büro Destruct
- Produktion: Roland Amrein
LENA RITTMEYER, BERNER BUND
Es herrscht Nervenkitzel im Internetbrowserfenster, und für einen Moment wundert man sich, ob man nicht versehentlich in einen Actionthriller auf Netflix geraten ist. Aber nein: Es ist «Submarine 8 – Chronik einer geheimen Mission», das neue Stück der Berner Theatergruppe Club 111 um Regisseurin Meret Matter und Schauspielerin Grazia Pergoleti…Die vier Darstellerinnen verleihen ihren Figuren eine schön burschikose Verschrobenheit.
FALK SCHREIBER, NACHTKRITIK
Weil ‚Submarie 8″ immer wieder neben sich tritt und die (im Übrigen sehr genau auf ihre inhaltliche Korrektheit hin recherchierten) Abenteuer mittels Race-, Gender- und Class-Debatten reflektiert, weil sich dazu auch ein durchaus scharfer Wortwitz gesellt, hat man ziemlich schnell frühe Arbeiten René Polleschs vor Augen.

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